Ein Schlösschen

So ein Schloss wäre schön. Kein pompöses, mit weißen Türmen und wehenden Wimpeln. Nur ein kleines Schlösschen, mit einem verwunschenen Garten, der nach einer Schönheit strebt, die nur die Sonne vorgeben kann. Nah an einem Meer, das verträumt gegen die Küste schlägt.

Eine riesige Bibliothek sollte es haben, mit Bücherregalen voller Geschichten und Wissen und Worten und Welten.

Ein Schloss mit großen Fenstern und Flügeltüren und kleinen Gängen und überall stehen Rosen und Schneeglöckchen in Vasen. Oder…nein. Ich habe dann ja den Garten. Da sollen sie gedeihen, die Schneeglöckchen und die Rosen und natürlich der Efeu. Aber dafür sorgt schon die Natur.

Ein kleines Schloss mit einem großen Balkon, auf dem ich die Amseln hören kann, wie sie die aufgehende Sonne besingen. Oder eine Nachtigall oder das Käuzchen im Mondenschein.

Mit großen Fenstern, durch die in lauen Sommernächten der Wind huscht. Mit seidenen, tanzenden Vorhängen.

Ein kleines Schloss, gelegen in Ruhe und Verborgenheit. Mit einem Raum, nur für Musik. Für Musik und Platz für große Leinwände und ein paar Pinsel. Mit genügend Platz für mich und zu wenig Platz für andere.

Ein kleines Schloss, mit nur einem Schlüssel, den ich ganz sorgsam verwahre. Mit einem Garten, an einem Meer, am hintersten Zipfel der Welt.

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