Angst

Du bist Jung.

Du hast Angst.

Auf der Suche bist du, willst dich finden.

Wer bist du schon?

Und du bist schon längst nicht der beste.

Was ist „Das Beste“?

Du willst doch nur deine zarten, zerknitterten Blütenblätter sich entfalten lassen.

Welchen Maßstab benutzt du?

Wehen deine Ansprüche als Wimpel von deinen Luftschlössern?

Hast eine Leiter, aber traust dich nicht hinaufzusteigen, weil du Angst hast, zu versagen.

Deine Seele verwelkt – irgendwo im Mikrokosmos deiner selbst.

Miss dich nie mit anderen, heißt es. Aber wie sonst sollst du dich orientieren?

Ein Kompassnadel – ungepolt. Auf der Suche nach einer Richtung. Im Kreis.

Du bist verzweifelt. Willst dich doch nur finden. Es wird besser – ist es wirklich so?

Lauter Fragen, die gegen Wände rennen.

Keine Antworten, die dich weiterbringen.

Es ist doch eigentlich so einfach – und genau das macht dich fertig, weil du´s ja nicht hinbekommst.

Dir ist schlecht. Schmetterlinge sterben in deinem Magen – weggeätzt von Säure.

Du bist ein Diener einer Gesellschaft, die sich ihr Heer mit Paragraphen schafft.

Bekommst Narben unter den Füßen, die dir das Gehen erschweren.

Der Spagat zwischen jugendlicher Narrenfreiheit und vorausschauendem Handeln zerreißt dich.

Eigentlich noch ein Kind, sollst du wissen und wirst du müssen,

über und in einer Welt, die viel zu oft zu groß für dich erscheint.

Du bist Jung

und du hast Angst.

Warum hast du Angst?

Lass dich nicht vergiften.

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